|
CRASH? - KORREKTUR? - CHANCE???!!!
Kein Zweifel - nur noch von einer Korrektur der Aktienmärkte kann
man angesichts der erdrutschartigen Verluste an den Weltbörsen nicht
reden. Besser paßt da in der Tat der Begriff "Crash".
Dennoch ist - aus unserer Sicht - die heutige Situation mit 1987 überhaupt
nicht zu vergleichen.
Was aber soll nun der/die Anleger/in tun, der/die über Investmentfonds
in Aktien investiert ist?
Grundsätzlich gibt es drei Handlungsalternativen:
1. Enttäuscht verkauft der/die Anleger/in seine Anteile und vertraut
sein/ihr (Rest)Kapital wieder dem Sparbuch, Festgeld oder festverzinslichen
Wertpapieren an.
2. Der/die Anleger/in vertraut auf die alte Tatsache, daß die Aktienbörsen
keine Einbahnstraßen sind - weder nach oben, noch nach unten und
bleibt beruhigt am Markt.
3. Der/die Anleger/in denkt antizyklisch und handelt nach der Devise:
"So billig bekomme ich die Fondsanteile vermutlich so schnell nicht
wieder." Er/Sie kauft Anteile nach.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns, welcher Weg der lukrativste
ist:
Alternative 1:
Kunde Mustermann kauft Ende September 1987 - kurz vor dem Oktober Crash
1987 - für DM 100.000 Anteile am Templeton Growth Fund und verkauft
- völlig entnervt - am Ende des Monats Oktober 1987 seine Anteile.
Den Erlös legt er in 10jährige Bundesanleihen mit Zinscoupon
6,2% an.
Ende Oktober verbleiben dem Kunden - nach minus 31,1% - DM 69.900 - diese
Summe zu 6,2% Zinsen auf 10 Jahre angelegt (bei Wiedereinlage der Zinsen)
ergibt: DM 127.562,30.
Alternative 2:
Kunde Mustermann behält - im Vertrauen auf die langfristige Richtigkeit
seiner Anlage - seine Anteile und stellt nach 10 Jahren erfreut fest,
daß sein Depotvermögen auf
DM 301.000,00 angewachsen ist.
Alternative 3:
Kunde Mustermann verkauft nicht nur nicht, sondern kauft noch Anteile
im Wert von DM 10.000,00 Ende Oktober 1987 dazu - nach 10 Jahren beträgt
sein Depotvermögen DM 342.500,00.
Fazit:
Die Unterschiede sind mehr als nur beachtlich, erst recht, wenn man bedenkt,
daß die Börsenjahre 1990, 1992 und 1994 per Saldo für
den Templeton Growth ebenfalls Verluste brachten - ein beeindruckender
Hinweis also auf die langfristige Überlegenheit der Aktienmärkte.
Weiteres Fazit: Verkaufen ist die schlechteste aller Lösungen, nachkaufen
die cleverste Lösung. Nur so können AnlegerInnen von gesunkenen
Kursen profitieren! Denn auch hier gilt die alte Kaufmannsregel: "Kaufe
billig, verkaufe teuer!"
|